Dogworld
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[30.07.2016]

Publikationen / Interviews zu verschiedenen Themen

von Thomas Baumann

Wissenschaft kann keine Hundeerziehung!
oder: „Das Gehirn ist ein Fahrrad!“

Wie sinnvoll ist es eigentlich, sich bei der Frage nach den „besten“ Methoden in der Hundeerziehung immer und immer wieder auf die MODERNEN ERKENNTNISSE DER WISSENSCHAFT zu berufen?
Sehr viele Hundetrainer und neuzeitlich auch immer mehr Ausbildungseinrichtungen für Hundetrainer verschaffen sich einen vermeintlichen Kompetenzvorteil, wenn sie die Hundeerziehung oder auch die Verhaltenstherapie bei Hunden unter dem wohlklingenden Aspekt der MODERNEN WISSENSCHAFT „verkaufen“.
So findet man heutzutage den Anstrich einer WISSENSCHAFTLICHEN Grundlage in immer mehr Dienstleistungsbeschreibungen bei Hundetrainern. Klingt gut, tut gut, macht sich gut, doch ist – real betrachtet – häufig auch NICHT gut!
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Erlernte Hilflosigkeit beim Hund durch „Entschleunigung“?
Aktuell sehr spannend und viel diskutiert: die erlernte Hilflosigkeit beim Hund und deren Ursachen. Dabei wird vor allem und gerne auf mögliche Zusammenhänge zwischen der erlernten Hilflosigkeit und den zunehmend populärer werdenden, mental ausgerichteten „Entschleunigungsverfahren“ hingewiesen.
Um zunächst einen möglichst objektiven Einblick in diesen nicht ganz einfachen Themenbereich zu bekommen, müssen wir wissen, was denn genau eine erlernte Hilflosigkeit ist und welche methodischen Inhalte und Ziele die „Entschleunigung“ eines Hundes beinhaltet. Zum Weiterlesen...


Zu Risiken und Nebenwirkungen...

Warum im Hundetraining manches schief läuft

Die „neue“ Generation Hundetrainer propagiert sowohl in der Hundeerziehung als auch in der Verhaltenstherapie bei problematischen Hunden die angeblich effektivste und stets „heilsame“ Macht der sogenannten positiven Verstärkung als alternativlose Umgangs- und Trainingsform mit Hunden. Hingegen werden reglementierende Umgangsformen im Zusammenleben mit dem Hund als „Strafreize“ und damit aversive Einflüsse kategorisch abgelehnt.
Die grundlegende Idee der positiven Verstärkung: erwünschtes Verhalten des Hundes erhält eine Belohnung, unerwünschtes Verhalten wird grundsätzlich ignoriert bzw. durch das Anbieten von erwünschten Alternativhandlungen im Sinne der positiven Verstärkung kanalisiert.
Die damit verbundenen Probleme werden im Beitrag von Thomas Baumann (PDF) erläutert.


So wird Stress gefährlich (Teil 2)

„Das stressfreie Lernen ist out, ein Hoch auf den Stress“!? Der im ersten Teil meiner Ausführungen angesprochene Aspekt von positiven Auswirkungen bei (negativem) Stress soll keine neuen Irrtümer aufwerfen. Wenn die moderne Wissenschaft auf die bislang unterschätzten positiven Seiten von Stress hinweist, bedeutet das nicht, dass Stress ungefährlich ist. Denn dass Stress ab einer bestimmten Dosis – UND – bei einer bestimmten Kontinuität (Dauer) das Leben ungemein belastet, steht außer Frage. Das Schlimme an Stress: er kann schleichend, gemein und hinterhältig sein! Viele Hundehalter scheinen kaum wahrzunehmen, wie täglicher Stress in negativer Weise an den Nerven ihrer Vierbeiner nagt.
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Das Märchen vom stressfreien Lernen (Teil 1)

In jüngerer Zeit erfährt das brisante Thema STRESS insbesondere unter wissenschaftlicher Betrachtung eine völlig neue Dimension. Dabei wurde über viele Jahre – und leider auch noch heute – gebetsmühlenartig das stressfreie Lernen als die beste und effektivste Form des Lernens dargestellt.

Wenn an dieser Stelle eine Vergleichbarkeit zwischen dem Stress bei Menschen und dem Stress bei Hunden in Frage gestellt werden sollte, dann fehlen dazu die Argumente. Denn die emotionale Wirkung von Stress gilt gesichert für Säugetiere und Menschen gleichermaßen.
Wie aktuellere Forschungsergebnisse belegen, sind Menschen, die gezielt eine Strategie der Stressvermeidung anstrengen, weitaus gefährdeter, an Depressionen bzw. an einem Burn Out zu erkranken, als Menschen, die gezielt lernen, Stress zu akzeptieren, sogar gezielt zu suchen und dadurch mit Stress besser umgehen können. Dass unser ständiger Ruf nach Harmonie zwischen zwei oder mehreren Lebewesen nicht erhört werden kann, wenn wir versuchen, Harmonie stressfrei zu erreichen, gilt mittlerweile ebenfalls als gesichert.
Keine Frage, zu viel Stress kann krankmachen, zu wenig oder kein Stress aber auch!
Zu dieser für viele überraschenden Erkenntnis kommen Forscher – in voneinander unabhängigen Arbeiten und Studien – quasi einstimmig.
Bislang hat es bodenständigen, ideologiefreien und kompetenten Hundetrainern nicht viel genutzt, das Lernen unter Stress als eine besonders effektive Lernform zu bezeichnen. Überzeugen konnten sie mit dieser Einstellung nur wenige, denn sofort wurde nach wissenschaftlichen Grundlagen gefragt. Erfreulicherweise gibt es diese Grundlagen mittlerweile und sie werden das Denken und Handeln im Umgang mit unseren Vierbeinern in Zukunft erheblich verändern.
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Glücks-Formel in der Mensch-Hund-Beziehung: Die konsequente Inkonsequenz
Stellt man Hundebesitzern die Frage, in welchem Verhältnis die beiden Begriffe KONSEQUENZ und INKONSEQUENZ in einer Mensch-Hund-Beziehung zueinander stehen, so scheint es zunächst nur übereinstimmende Aussagen zu geben: Die Konsequenz ist ein positiv belegter Begriff und die Inkonsequenz ist negativ belegt.
Wer seinen Hund demnach konsequent erzieht, hat wenige Umgangsprobleme und wer ihn inkonsequent erzieht, muss mit negativen Folgen rechnen.
Auf den ersten Blick scheint diese Einschätzung zuzutreffen, doch dass auf den zweiten Blick auch eine gezielt(!) gesteuerte Inkonsequenz das Leben eines Hundes enorm bereichern und ohne negative Folgen für eine Mensch-Hund-Beziehung sein kann, scheint in der hundehaltenden Gesellschaft nur wenig bekannt zu sein. Lesen Sie mehr dazu im Beitrag von Thomas Baumann.


Die „sprachlose“ Hundeerziehung gerät zunehmend ins Abseits
Die Stimme bringt den Hund In Stimmung!

Noch immer glauben viele Hundebesitzer, dass sich ihre Vierbeiner im Alltag und in der Erziehung nur oder zumindest überwiegend an der Körpersprache des Menschen orientieren. Dass diese Annahme so pauschal nicht richtig ist, gilt mittlerweile als erwiesen.
Der Hund hat aufgrund seiner außerordentlichen Intelligenz in tausenden von Jahren des Zusammenlebens mit Menschen ein beachtliches „Sprachverständnis“ entwickelt. Obwohl der Hund aus nachvollziehbaren anatomischen Gründen selbst nie sprechen können wird, so kann er doch enorm viel verstehen. Da Menschen untereinander sehr wenig mit Körpersprache kommunizieren, sondern fast ausschließlich über die Lautsprache, kann ein sozial aufgeschlossener und neugieriger Hund im Zusammenleben mit seinen Besitzern ein vielfältiges Verstehen der menschlichen Sprache erlernen.
In jüngster Zeit gibt es dazu auch immer mehr wissenschaftliche Versuche, die das tatsächlich auch bestätigen. Lesen Sie hierzu den Beitrag von Thomas Baumann


Sinnvolle Ruheübungen in hektischer Zeit. Mentaltraining La-Ko-Ko®
Seit einiger Zeit wird auch in Deutschland die Diskussion geführt, ob wir Menschen tatsächlich zunehmend dümmer werden. Sehr viel scheint darauf hinzuweisen. Auch von der Unfähigkeit, emotional bedingte Probleme zu lösen oder, noch viel schlimmer,  Kinder zu erziehen, wird berichtet. Von digitaler Demenz ist auch die Rede. Und dabei sollen unsere digitalen und technischen Vorlieben schuld sein an einer wachsenden sozialen Legasthenie.
Mittlerweile soll dazu noch bereits jeder vierte Bundesbürger von psychischen Problemen oder gar Erkrankungen geplagt sein. Mit Sorge wird dabei auch immer wieder in den Medien auf die Zunahme der Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen hingewiesen.
Diese doch bedenkenswerte Entwicklung unserer Gesellschaft geht sicher nicht spurlos an unserer Beziehung zur Natur, zu Tieren, und damit auch zu unseren Hunden vorbei.
Jeder Einzelne in unserer Gesellschaft kann dazu beitragen, etwas mehr Ruhe in unser tägliches Treiben zu transportieren und dadurch die Welt, in der wir leben, ganz einfach schöner werden zu lassen.
Wie davon auch eine Mensch-Hund-Beziehung sehr positiv profitieren kann, lesen Sie in dem Beitrag von Thomas Baumann. 


RUDELSTELLUNGEN bei Hunden enthalten viele widerlegbare Hypothesen!
Begeistert, irritiert oder auch niedergeschlagen. Werden Mehrhundehalter mit dem Thema RUDELSTELLUNGEN konfrontiert,
löst dieses reizvolle Thema eine enorme Polarisierung aus. Warum das so ist und welche Folgen ein einseitiger Blickwinkel
nach sich zieht, können Sie in der sachbezogenen Stellungnahme von Thomas Baumann lesen.


Bindung und Beziehung sind Kernelemente im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.
Lesen Sie hierzu einen interessanten Beitrag von Thomas Baumann.


Die Hundeerziehung im gesellschaftlichen Wandel ist ein weiterer interessanter Beitrag, der sich dem Thema Mensch-Hund-Beziehung widmet.


Welche Rolle spielt im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund der sogenannten Führungsanspruch. Geht es auch ohne? Diese und weitere Fragen beantwortet Thomas Baumann in einem Inteview mit DER HUND.
 
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